Lebensdauer von Legacy-PLCs: Wie lange können Ihre industriellen Steuerungssysteme halten?
Verständnis des Legacy-PLC-Status
Legacy-PLCs sind mehr als nur veraltete Geräte. Diese Systeme durchlaufen verschiedene Lebenszyklusphasen. Hersteller beginnen typischerweise mit aktiver Produktion und voller Unterstützung. Später erfolgt der Übergang zu reifem Support mit begrenzter Teileverfügbarkeit. Schließlich erklären Hersteller den End-of-Life-Status. Letztlich werden Systeme obsolet und sind nur noch auf Sekundärmärkten verfügbar.
Gängige Legacy-Systeme im Einsatz
Viele Anlagen betreiben noch mehrere Legacy-PLC-Familien. Allen-Bradley SLC 500 Plattformen sind oft weiterhin im Einsatz. Ebenso arbeiten Siemens S5 Steuerungen in verschiedenen Anwendungen weiter. GE 90-30 Systeme und Mitsubishi A-Series Einheiten zeigen ebenfalls bemerkenswerte Langlebigkeit in verschiedenen Branchen.
Warum Unternehmen ältere Steuerungssysteme beibehalten
Mehrere Faktoren erklären, warum Anlagen weiterhin Legacy-PLCs verwenden. Diese Systeme waren ursprünglich robust für raue Umgebungen gebaut. Zudem können Migrationskosten bei komplexen Betrieben siebenstellige Beträge erreichen. Kompatibilitätsprobleme stellen ebenfalls erhebliche Hürden dar. Neuere Steuerungen kommunizieren möglicherweise nicht ohne zusätzliche Hardware mit bestehenden HMIs oder Netzwerken. Darüber hinaus verfügen Betriebsteams über tiefgehendes Systemwissen. Sie verstehen spezifische Ladder-Logik und Wartungsverfahren.

Potenzielle Risiken veralteter Steuerungssysteme
Die Fortführung mit Legacy-Geräten bringt mehrere Bedenken mit sich. Die Verknappung von Komponenten wird zunehmend problematisch. Eingestellte Module erfordern umfangreiche Suche und kostspielige Anschaffungen. Zudem verursachen unerwartete Ausfallzeiten erhebliche finanzielle Auswirkungen. Ein fünftägiger Produktionsstopp kann für einige Betriebe über 1 Million US-Dollar kosten. Sicherheitslücken entstehen ebenfalls bei nicht unterstützten Systemen. Schließlich verfügen weniger Techniker über Kenntnisse älterer Programmierumgebungen.
Bestimmung der realistischen Systemlebensdauer
Mehrere Faktoren beeinflussen, wie lange Legacy-PLCs einsatzfähig bleiben. Die Betriebsumgebung wirkt sich erheblich auf die Lebensdauer der Geräte aus. Systeme in sauberen, klimatisierten Bereichen übertreffen solche unter rauen Bedingungen. Die Kritikalität der Anwendung bestimmt ebenfalls die Risikotoleranz. Nicht wesentliche Geräte können eine längere Nutzung rechtfertigen. Außerdem wirkt sich der Ersatzteillagerbestand direkt auf die Nachhaltigkeit aus. Umfassende Ersatzteile ermöglichen längere Systemlebensdauern.
Strategischer Entscheidungsrahmen: Reparieren oder Ersetzen?
Organisationen sollten jede Situation individuell bewerten. Reparaturen sind oft sinnvoll bei nicht-kritischen Anwendungen. Dieser Ansatz funktioniert besonders gut, wenn durch Garantie abgesicherte Dienstleistungen weiterhin verfügbar sind. Zudem unterstützen angemessene Ersatzteilkosten Reparaturentscheidungen. Unter anderen Umständen wird jedoch ein Austausch notwendig. Wiederholte Systemausfälle rechtfertigen in der Regel eine Modernisierung. Für mission-kritische Anwendungen ist zudem zuverlässige, unterstützte Hardware erforderlich.
Praktische Schritte zur Migrationsplanung
Beginnen Sie mit einer umfassenden Systemdokumentation. Erfassen Sie alle Steuerungsmodelle und deren Alter. Notieren Sie Firmware-Versionen und Supportstatus. Dokumentieren Sie verfügbare Ersatzteile und deren Zustand. Bewerten Sie anschließend die Betriebskritikalität jedes Systems. Identifizieren Sie sofortige Single Points of Failure. Überwachen Sie dann Ausfallmuster und Reparaturhistorien. Verfolgen Sie konsequent die mittlere Zeit zwischen Ausfällen. Legen Sie schließlich klare Austauschkriterien und Zeitpläne fest.
Praxisbeispiel
Eine große Lebensmittelverarbeitungsanlage hatte wiederkehrende PLC-Ausfälle. Ihr GE 90-30-System verursachte jährlich mehrere Chargenverluste. Das Unternehmen setzte eine schrittweise Migrationsstrategie um. Sie begannen mit den kritischsten Produktionslinien. Neue PACSystems RX3i-Controller verbesserten die Zuverlässigkeit erheblich. Zudem verbesserten moderne Netzwerktechnologien die Datenerfassung. Der Betrieb reduzierte die Ausfallzeiten im ersten Jahr um 45 %.
Expertenempfehlungen für die Systemmodernisierung
Aus meiner beruflichen Erfahrung ist proaktive Planung unerlässlich. Warten Sie nicht auf einen katastrophalen Ausfall, der die Migration erzwingt. Entwickeln Sie stattdessen eine strategische Roadmap für Steuerungssystem-Upgrades. Ziehen Sie die Implementierung von Gateway-Geräten als Zwischenlösung in Betracht. Diese Produkte überbrücken die Kommunikation zwischen Legacy- und modernen Netzwerken. Zudem sollten Sie umfassende Programmdokumentationen pflegen. Aktuelle Backups mit Kommentaren sind während der Migration von unschätzbarem Wert.
Zukunftssicherung Ihrer Automatisierungsinvestition
Moderne Steuerungssysteme bieten erhebliche Vorteile über die Zuverlässigkeit hinaus. Zeitgemäße PLCs verfügen über erweiterte Datenfunktionen. Sie integrieren sich effektiver mit Manufacturing Execution Systems. Außerdem unterstützen sie verbesserte Cybersicherheitsprotokolle. Obwohl die Migration erhebliche Investitionen erfordert, rechtfertigen die langfristigen Vorteile meist die Kosten. Unternehmen gewinnen an betrieblicher Flexibilität und reduzieren Wartungskosten.

Häufig gestellte Fragen
Was definiert ein Legacy-PLC-System?
Der Legacy-Status beginnt, wenn Hersteller die aktive Produktion einstellen und den Support einschränken. Diese Systeme laufen meist über ihre vorgesehene Lebensdauer hinaus.
Wie lange können Altsystem-PLCs typischerweise noch betrieben werden?
Gut gewartete Systeme laufen oft 10-20 Jahre über das offizielle Supportende hinaus. Allerdings steigen Wartungskosten und Ausfallrisiken mit der Zeit erheblich.
Was sind die Hauptgefahren bei der Weiterverwendung von Altsystemen?
Komponentenmangel, steigende Wartungskosten, Cybersicherheitslücken und fehlendes technisches Fachwissen stellen die größten Herausforderungen dar.
Wann sollten Unternehmen den Systemaustausch priorisieren?
Ein Austausch wird dringend, wenn wiederholte Ausfälle, nicht verfügbare Ersatzteile oder missionskritische Anwendungen, die maximale Zuverlässigkeit erfordern, auftreten.
Welche ersten Schritte sollten Organisationen für die Migrationsplanung unternehmen?
Beginnen Sie mit umfassender Systemdokumentation und einer Kritikalitätsbewertung. Entwickeln Sie dann eine gestaffelte Migrationsstrategie, die mit Betriebsplänen und Budgetzyklen abgestimmt ist.
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