Zehrt Ihre veraltete SPS stillschweigend an den Fabrikgewinnen? Die Notwendigkeit der Modernisierung
Die industrielle Automatisierung verspricht höchste Effizienz, doch veraltete speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) können eine versteckte Verlustquelle sein. Dieser Artikel beleuchtet die tatsächlichen Kosten alter Steuerungssysteme und skizziert einen strategischen Ansatz zur Erneuerung des Automatisierungsfundaments Ihrer Fabrik.
Die verborgene finanzielle Last veralteter Steuerungshardware
Während plötzliche Ausfälle klare Kosten verursachen, führen veraltete SPS zu einem dauerhaften finanziellen Abfluss. Zudem verbrauchen sie übermäßig viel Energie und benötigen teure, schwer zu beschaffende Bauteile. Auch Kompatibilitätsprobleme mit neuer Software treten auf. Folglich erhöhen diese Faktoren die Gesamtbetriebskosten erheblich.
Die Kluft in der Betriebseffizienz überbrücken
Moderne SPS bieten weitaus höhere Rechenleistung und bessere Netzwerkintegration. Im Gegensatz dazu verursachen ältere Geräte Datenengpässe und verzögerte Zykluszeiten. Dadurch beeinträchtigen sie direkt die Gesamtanlageneffektivität (GAE) und die Produktionsflexibilität. Die Modernisierung Ihres Steuerungssystems ist der Schlüssel, um diese Leistungslücke zu schließen.
Die Bedrohung der Cybersicherheit in Altsystemen angehen
Ältere Automatisierungssteuerungen verfügen oft über keinen eingebauten Schutz. Diese Schwachstelle stellt ein großes Risiko für Ihr gesamtes industrielles Netzwerk dar. Dadurch sind Anlagen potenziell Sabotage, Datendiebstahl und längeren Ausfallzeiten ausgesetzt. Moderne industrielle Steuerungssysteme bieten standardmäßig eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur.
Den richtigen Zeitpunkt für eine Automatisierungs-Erneuerung erkennen
Wie bestimmt man den Zeitpunkt für eine Modernisierung des Steuerungssystems? Wichtige Anzeichen sind wiederkehrende Störungen, eingestellter Herstellersupport und fehlende Anbindung an industrielle IoT-Plattformen. Eine geplante, schrittweise Erneuerung ist daher deutlich kostengünstiger als eine Notfallüberholung in der Krise.

Einblick des Autors: Der strategische Wert offener Architekturen
Aus meiner Analyse ist der Wandel der Branche hin zu offenen, modularen SPS-Plattformen entscheidend. Vorreiter wie Siemens mit dem TIA Portal, Rockwell Automations PlantPAx und Schneider Electrics EcoStruxure ermöglichen zukunftsfähige Skalierbarkeit. In diese Systeme zu investieren ist nicht nur eine Ausgabe, sondern ein strategischer Schritt für langfristige Beweglichkeit und datenbasierte Entscheidungen.
Lösungsszenario: Modernisierung des Steuerungssystems einer Abfüllanlage
Ein Getränkehersteller hatte mit einer Abfülllinie zu kämpfen, die SPS aus den 1990er Jahren nutzte. Die Linie verzeichnete über 20 Stunden ungeplante Ausfallzeit pro Monat, und die Energiekosten lagen 30 % über dem Branchendurchschnitt. Die Lösung bestand in einer gestuften Nachrüstung mit neuen, schnellen SPS und der Einbindung in eine verteilte Steuerungsebene (DCS). Das Ergebnis war ein Rückgang der Ausfallzeiten um 40 % und eine Senkung des Energieverbrauchs pro Einheit um 22 %. Das Projekt erreichte die vollständige Amortisation in weniger als zwei Jahren.
Weiterer Fall: Modernisierung der Überwachung einer Pumpstation
Ein kommunaler Wasserversorger betrieb entfernte Pumpstationen mit veralteten SPS ohne Vernetzungsmöglichkeit. Die manuelle Datenerfassung führte zu Verzögerungen. Eine Umrüstung auf zellvernetzte SPS mit cloudbasierter Leitwarte (SCADA) ermöglichte Echtzeitüberwachung und vorausschauende Wartung. Dadurch reduzierten sich die Standortbesuche um 70 % und drei größere Pumpenausfälle im ersten Jahr konnten verhindert werden, was geschätzte 250.000 US-Dollar an Notfallreparaturen sparte.
Der langfristige Vorteil moderner Automatisierung
Die Erneuerung alter SPS ist eine Investition in die Betriebssicherheit. Neue Systeme eröffnen fortschrittliche Analysen, zustandsabhängige Überwachung und nahtlose MES-Anbindung. Meiner Einschätzung nach summieren sich die Kosten bei Aufschub dieser notwendigen Modernisierung oft weit über den Preis des Modernisierungsprojekts.